Vital Müller

Das physioteam unterstützt Vital Müller (Moderner Fünfkampf) auf seinem Weg an die Olympiade 2024

Nach genau einem Jahr ohne einen internationalen Wettkampf zu bestreiten, konnte ich mich Ende November an den U-24 Europameisterschaften in Polen wieder mit den Besten messen.

Nach dieser langen Wettkampfpause war eine gewisse Unsicherheit nicht auszublenden. Dies zeigte sich vor allem im Fechten. Mit 15 Siegen zu 21 Niederlagen habe ich ziemlich viele Punkte verschenkt. Glücklicherweise gehören zum Fünfkampf noch vier weitere Disziplinen in welchen ich noch Plätze gut machen konnte. Mit 2:08:34 über die 200m Freistil und einem soliden Reiten konnte ich den Abstand zur Konkurrenz deutlich verkleinern. Nach der letzten Disziplin, dem Laserrun, beendete ich den Wettkampf auf dem 16. Schlussrang.

Da ich mit dem Resultat im Einzelwettkampf nicht überglücklich war, habe ich mich umso mehr auf den Staffelwettkampf am nächsten Tag gefreut. Ganz nach dem Motto „neuer Tag, neues Glück“ klappte alles plötzlich viel besser. Nach guten Resultaten im Fechten, Schwimmen und Reiten startete ich mit meiner Staffelpartnerin auf dem 3. Platz in die letzte Disziplin. Trotz einer gelungenen Leistung im Laserrun musste ich mich noch von einem Konkurrenten überholen lassen und kam als 4. Ins Ziel. Die Enttäuschung über die verpasste Medaille verflog schnell und wir konnten uns über einen sehr starken 4. Schlussrang freuen. Nun heisst es wieder zwei Monate Vollgas, um für die Junioren-WM im Februar bereit zu sein.


27.10.2020 Vital

Vergangenes Wochenende galt es seit langem endlich wieder einmal ernst für die Schweizer Fünfkämpfer. Als die eigentlich geplante internationale Deutsche-Meisterschaft Corona-bedingt kurzfristig abgesagt wurden, war die Enttäuschung über die verpasste Gelegenheit, sich seit langer Pause wieder international Messen zu können gross. Ich war deshalb sehr erfreut, dass die Junioren-Schweizermeisterschaften in Uster trotzdem stattfanden. Der Wettkampf startete am Freitag bei schwierigen Wetterbedingungen mit der Disziplin Reiten. Mit zwei Fehlern lief es mir nicht perfekt aber ich lag trotzdem bereits in Führung. Beim Fechten konnte ich von meiner aktuell guten Form profitieren und mit 26 Siegen bei 6 Niederlagen meine Führung weiter ausbauen. In meiner Paradedisziplin Schwimmen konnte ich mich fast über eine Bestzeit freuen. Mit 2.04.60 über 200m Freistil habe ich den Abstand zum Zweitrangigeren weiter ausbauen können, um mit einem komfortablem Vorsprung in die letzte Disziplin, den Laserrun, zu starten. Beim Schiessen konnte ich leider nicht an meiner guten Tagesform anknüpfen und musste sehr viel Zeit am Schiesstand abgeben. Dank der gelungenen Leistungen in den vorangehenden Disziplinen reichte es mir schlussendlich trotzdem für den 1. Schlussrang. Mit gestärktem Selbstvertrauen gilt es nun möglichst gut weiter zu trainieren, um für das nächste grosse Ziel, die Junioren-Europameisterschaften im Juni in Bern, bereit zu sein.


Am 4. Juli konnte ich mich nach einer gefühlt ewigen Corona-Wettkampfpause zum ersten mal wieder in einem Ernstkampf mit meinen Konkurrenten messen. An den Schweizermeisterschaften im modernen Fünfkampf, welche in diesem Jahr ohne internationale Teilnehmer stattfanden, konnte ich nach einer langen Trainingsphase meine gute Form optimal ausnutzen. 

Der Wettkampf begann mit der Disziplin Reiten. Auf dem mir zugelosten Pferd fühlte ich mich von Beginn weg wohl und konnte mich über einen fehlerfreien Ritt freuen. Als Leader ging es weiter mit der Disziplin Fechten, wo ich mich über 19 Siege bei nur 5 Niederlagen freuen konnte. Damit konnte ich auch das Fechten zu meinen Gunsten entscheiden und den Vorsprung auf die Verfolger etwas ausbauen. Im Schwimmen konnte mein stärkster Konkurrent wieder etwas aufschliessen, ich lag allerdings weiterhin um 30 Punkte in Führung. Deshalb konnte ich die letzte Disziplin, den Laserrun, mit 30 Sekunden Vorsprung beginnen. Trotz einer grossen neuen persönlichen Bestzeit konnte ich die 1. Position nicht bis zum Schluss halten und wurde in der letzten Runde überholt. Damit resultierte am Schluss der 2. Rang, mit welchem ich trotz dem knapp verpasstem Sieg sehr zufrieden bin. Nun heisst es wieder Vollgas im Training, um für die kommenden Wettkämpfe bereit zu sein.


11.03.2020 Vital

Trainingslager in Pretoria

Anfangs Februar war die Welt hierzulande noch in Ordnung und ohne Corona. Pentathlon Suisse ging mit dem Nationalteam nach Südafrika ins Trainingslager. Als Teilnehmer dieses Lagers profitierte ich von den optimalen Trainingsbedingungen im HPC Pretoria. Während zwei Wochen konnten wir uns intensiv auf die kommende Saison vorbereiten. Zu diesem Zeitpunkt der Saison lag der Schwerpunkt vor allem im Grundlagentraining der physischen Disziplinen Schwimmen und Laufen. Im Fechten galt es, sich mit den verschiedenen Taktiken vertraut zu machen und seinen persönlichen Stil zu festigen. Zusammen mit einheimischen Sportlern konnten wir an einem Ruhetag eine spannende Wanderung durch die südafrikanische Wildnis unternehmen und den Teamgeist fördern. Dank der guten Stimmung im Training erzielte ich gute Fortschritte und bin nun optimal in Form. Ich hoffe nun, trotz Corona-Krise die geplanten Wettkämpfe bestreiten zu können und freue mich auf eine erfolgreiche Saison.